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Tipps zur Einrichtung und zur Ausstattung

Jeder Mensch kauft sich im Laufe seines Lebens durchschnittlich ungefähr 10 Autos. Auch wenn zwischen zwei Autokäufen Jahre oder zum Teil über ein Jahrzehnt dazwischen liegen, lernt man von Mal zu Mal aus seinen Erfahrungen und achtet beim nächsten Kauf auf gewisse Dinge, die einem besonders wichtig sind. Wer zum Beispiel einmal eine Klimaanlage hatte, möchte darauf nie mehr verzichten. Wer viel in fremden Städten unterwegs ist und sich mit zahlreichen Landkarten rumschlagen muss, schwört vielleicht, dass der nächste Wagen ein Navigationsgerät bekommt.

Eine Eigentumswohnung, ein Reihenmittelhaus, ein Reiheneckhaus, eine Doppelhaushälfte oder gar ein Einfamilienhaus kauft man sich in der Regel jedoch nur einmal im Leben. Da kann man nicht von Mal zu Mal Erfahrungen sammeln und diese beim nächsten Kauf miteinbringen. Vielmehr sammelt man ein einziges Mal Erfahrungen und ärgert sich hinterher über so manches vergessene Ding, das im Nachhinein in Form einer Renovierung ein Vielfaches dessen kostet, was es beim Bau gekostet hätte. Beispiel: Das Verlegen einer Elektroleitung kostet im Rohbau ca. 100 €, in einer fertigen Wohnung jedoch ca. 1000 €, jenachdem welche Zusatzarbeiten (Boden abdecken, Putz abtragen, Kabelkanal fräsen, verputzen etc.) anfallen.

Ich habe bei meinem Wohnungskauf viele Dinge im Vorfeld beachtet, z.B. freue ich mich heute noch, dass meine Surround-Lautsprecher im Wohnzimmer an der Rückwand hängen, ohne dass ein Kabel sichtbar ist. Allerdings sind mir viele Dinge auch erst im Nachhinein eingefallen, z.B. dass ich gerne zugleich im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer Musik hören möchte; da wäre ein zusätzliches Leerrohr für 150 € notwendig gewesen.

Auf dieser Seite sammle ich Tipps und Hinweise zur Einrichtung und Ausstattung, die mir vor, während und nach der Bauphase eingefallen sind und die ich beim nächsten Mal unbedingt beachten würde. Natürlich kann so eine Liste niemals vollzählig sein; schließlich kommen im Laufe der Jahre und Jahrzehnte auch technische Erneuerungen hinzu, an die man heutzutage noch gar nicht denkt; und natürlich hat auch jeder andere Prioritäten, Wünsche und Ideen.

Allgemeines

Telefonanschluss

In guten alten Zeiten gab es in jeder Wohnung bzw. in jedem Haus einen Telefonanschluss, der zumeist irgendwo im Flur untergebracht war. Irgendwann haben Architekten und Bauträger verstanden, dass in modernen Bauten mehrere Telefone im ganzen Haus verstreut sind, ja sogar vielleicht in jedem Zimmer ein Telefon bereit steht, und so wird oftmals in jedes Zimmer ein eigener Telefonanschluss hineinverlegt.

In der heutigen Zeit werden Telefonsignale jedoch kaum noch über Kabel übertragen sondern über Funk. Egal ob DECT-Standard oder eine sonstige Telefon-Norm, man benötigt einen Telefonanschluss für eine Telefon-Basisstation; weitere Mobilteile meldet man dann per Funk an diese Basisstation an und kann diese beliebig im Haus verteilen. Ein Telefonanschluss in jedem Zimmer ist also nicht mehr unbedingt notwendig, zumal auch Computer heutzutage nicht mehr über eine Telefonleitung sondern über eine Netzwerkleitung ins Internet gehen.

Dennoch gibt es Gründe für mehrere Telefonanschlüsse in einem Haus: So hat man zum Beispiel die Möglichkeit, seine Telefonbasisstation nicht im Flur sondern in einem Arbeitszimmer oder im Keller unterzubringen. Denn an einem Telefonanschluss hängt heute oftmals ein riesiges Kauderwelsch von Geräten: Splitter, Modem, Router, Telefon-Basis u.s.w. Da benötigt man viele Steckdosen und viel Platz für Geräte und Kabel. Ein weiterer Grund für mehrere Telefonanschlüsse ist, wenn man zum Beispiel ein Telefax-Gerät irgendwo aufstellen möchte. Dieses benötigt einen Anschluss ans Telefonnetz oder an eine Basisstation per Kabel.

Computer-Netzwerk-Kabel

Wenn ich im Folgenden von der Verlegung von Netzwerkkabeln für Computer rede, dann bin ich immer noch in privaten Haushalten und nicht in Kleinbüros oder Firmen. Mittlerweile steht in fast jedem Haushalt ein PC, und nicht selten sind mehrere PCs im ganzen Haus verstreut. Alle wollen natürlich ins Internet und vielleicht sogar untereinander kommunizieren. Irgendwie müssen die PCs also miteinander verbunden werden. Den Internetzugang sowie die Verbindung von mehreren Rechnern untereinander übernehmen zumeist zentrale Router. Ist dieser WLAN-fähig, so übermitteln die einzelnen Rechner ihre Daten bequem über Funkwellen und es bedarf keiner Kabel.

Dennoch spricht einiges immer noch für gute "alte" Netzwerkkabel: Über Kabel lassen sich viel höhere Datenübertragungsraten erzielen als über Funk; nicht jedermann ist ein Freund von immer noch mehr Funkwellen in seiner Wohnung. Und Daten, die über Kabel transportiert werden, können ohne aufwändige Mittel nicht abgehört werden. Wer sich also von einer zentralen Stelle (zum Beispiel vom Telefonanschluss im Flur aus) Netzwerkkabel in alle Zimmer verlegen lässt, kann in jedem Zimmer bequem einen Computer ans Haus-Netzwerk anschließen, ohne einen WLAN-Adapter zu benötigen. Und einen normalen Netzwerkkabelanschluss hat heutzutage praktisch jeder Computer. Für solche Netzwerkleitungen gibt es natürlich Steckbuchsen, in die man Netzwerkkabel vom Computer aus einsteckt wie ein Stromkabel in eine ganz normale Steckdose.

Wasserdruck

Wasser kommt ganz einfach aus dem Wasserhahn oder der Duschbrause. Aber wie kommt es heraus, wie viel, wie stark? Es hängt vom Wasserdruck ab. Der Wasserdruck sollte üblicherweise zwischen 4 und 5 Bar betragen. Dann ist gewährleistet, dass auch ausreichend Wasser aus dem Hahn herauskommt, um zum Beispiel in akzeptabler Zeit eine Badewanne zu füllen, einen Kochtopf mit Wasser voll zu machen oder mit angenehmem Wasserstrahl zu duschen.

Oftmals kommt es jedoch vor, dass der Wasserdruck zu gering ist. Dann dauert es lange, bis man in der Küche eine Gießkanne mit Wasser gefüllt hat, man muss eine halbe Ewigkeit vor einem Vollbad den Badehahn öffnen, und beim Duschen verpuffen Massagedüsen ihre Wirkung völlig. Kurz gesagt: Ist der Wasserdruck zu gering, leidet man im täglichen Leben permanent darunter. Hinzu kommt natürlich, dass Reinigungssiebe an Wasserhähnen und Duschköpfen mit der Zeit Schmutz ansammeln und ohnehin weniger Wasser durchlassen. Ist dann auch noch der Druck des Wassers zu gering, bleibt oft nur noch ein kleiens Rinnsal übrig.

Stellt man jedoch einen zu hohen Wasserdruck ein, schießt das Wasser förmlich aus dem Wasserhahn und spritzt in alle Richtungen. Außerdem entstehen laute Geräusche in den Wasserleitungen, die eventuell auch noch der Nachbar mithören kann.

Wer viel Wasser benötigt und den Wasserdruck nicht beliebig hoch setzen kann, ist auf breitere Leitungen angewiesen. Wer zum Beispiel eine Dusche mit mehreren Düsen (zahlreiche Wasserauslässe vom Kopf bis zu den Füßen) einbaut, kommt mit der üblichen Menge Wasser nicht zurecht; die Leitung sollte einen doppelt so großen Durchmesser haben, um für die zahlreichen Auslässe genügend Wasser durchzulassen. Dasselbe gilt für eine übergroße Badewanne; auch dort empfiehlt es sich, eine dickere Leitung legen zu lassen, wenn das Auffüllen mit Wasser nicht eine halbe Stunde dauern soll.

Fliegengitter

Wenn es im Frühjahr langsam warm wird kommt auch die Zeit der Insekten und Stechmücken. Vor allem abends, wenn man noch das Fenster geöffnet hat, werden die kleinen Viecher vom Licht und Geruch magisch angezogen. Insektenstiche sind vorprogrammiert, und so manche Nacht verbringt man schlaflos, wenn man eine Stechmücke im Schlafzimmer hat, die immer wieder zielstrebig ins Gesicht fliegt.

Die Installation von Insektenschutzeinrichtungen ist fast schon unabdingbar, um dieser Plage aus dem Weg zu gehen. Während man inmitten der Großstadt vielleicht noch nicht von einer Plage reden kann, wissen ländliche Bewohner, von was ich rede. Insektenschutzgitter gibt es von der Low-Cost-Variante aus dem Baumarkt bis zum Profimodell. Die einfachste Variante besteht aus einem dünnen Stoff, der auf die Fenstergröße zugeschnitten und mit Hilfe von Klettbändern am Fenster fixiert wird. Solche einfachen Fliegenschutznetze gibt es in jedem Baumarkt zum Preis von wenigen Euros. Der Vorteil ist natürlich der günstige Preis, der Nachteil ist, dass diese Teile quasi fest angebracht sind. Man kann sie zwar leicht entfernen, doch das Wieder-Fixieren ist eine aufwändige Fummelei, so dass man sie lieber permanent dran lässt. Der Nachteil ist natürlich, dass das Fenster permanent verdeckt ist.

Etwas aufwändiger und teurer sind Fliegengitter, die in Passform von Spezialfirmen hergestellt werden. Dabei handelt es sich meist um einen Metallrahmen mit einem Metallgitter innen drin, das man einfach am Fensterrahmen anbringt. Die modernen Konstruktionen sind so gut, dass sich das Fenster trotzdem ganz normal öffnen und schließen lässt, da die Gitter außen angebracht sind. Diese Gitter lassen sich relativ schnell einsetzen und wieder herausnehmen. Sie sehen außerdem sehr edel aus. Natürlich haben solche Modelle ihren Preis je nach Größe zwischen 100 und 200 Euro. Der Nachteil ist natürlich, dass man die Fliegengitter im Winter irgendwo aufbewahren muss. Man benötigt also etwas Platz im Keller oder in einer Gartenhütte für die sperrigen Teile.

Eine noch teurere Variante sind Fliegenrollos, die sich vor allem für Balkontüren und Terrassentüren eignen. Dazu bringt man einen kleinen Kasten oberhalb der Türe sowie zwei Führungsschienen link und rechts an. Das Fliegenrollo lässt sich dann wie ein ganz normales Rollo herunterziehen, unten einrasten und in jeder beliebigen Zwischenposition fixieren. Zumeist ist zwischen Balkontüre und Rollladen kein Platz, so dass das Fliegengitter dahinter angebracht werden muss, wenn es nachträglich eingebaut wird. Solche Fliegenrollos sind eine sehr feine Sache, sind angenehm zu bedienen, und man muss sie im Winter nicht abbauen; sie sind einfach fest installiert. Der Preis für solche Teile beträgt inklusive Montage jedoch an die 500 Euro.

Wer sich ein neues Haus baut kann die Installation von Fliegengittern natürlich gleich bei der Planung berücksichtigen. Es gibt Rollladenkästen, die Platz für zwei Spulen haben, für den eigentlichen Rollladen und für ein Fliegenrollo. Das ist natürlich die komfortabelste Lösung; so ist das Fliegenschutzrollo im Rolladenkasten integriert, also quasi unsichtbar. Wählt man dann für den Rollladen und für den Fliegenschutzrollo noch eine elektrische Variante, dann hat man Fliegenschutz und Komfort der allerfeinsten Art.

Wohnzimmer

Lautsprecherkabel

Früher waren Wohnzimmer ziemlich einheitlich aufgebaut. Gegenüber eines langen Sofas befand sich eine Schrankwand, in der mittig der Fernseher, irgendwo daneben die Stereoanlage und links und rechts zwei Lautsprecher-Boxen angeordnet waren. Hinter dem Schrank herrschte zwar zumeist Kabelsalat, aber der war gut versteckt und störte nicht wirklich. Heute wird aus dem Wohnzimmer mehr und mehr ein Multimedia-Zimmer. Eine Dolby-Surround-Anlage gehört fast schon zum Standard; schließlich will man ja seine DVDs und Filme in Kinoatmosphäre erleben und außer einem großflächigen Bild auch einen tollen Raumklang erleben.

Die heutigen Schrankwände sind im Vergleich zu früheren eher luftiger gestaltet; während früher ein 70er Fernseher als groß empfunden wurde, sind heute Maße von 106 cm eher schon die Untergrenze. Auch gehört irgendwo in die Mitte ein Center-Lautsprecher. Die Rück-Lautsprecher einer Dolby-Surround-Anlage machen jedoch meistens Probleme, was den Anschluss an die Stereoanlage betrifft, denn irgendwie müssen Kabel von der Stereoanlage quer durch den Raum an die Hinterseite des Raumes verlegt werden. Dies führt zu unschönen Verkabelungen entlang den Wänden, an Türen und Fenstern vorbei, unterm Teppichboden durch u.s.w.

Wer eine Wohnung neu baut oder frisch renoviert, kann dem vorbeugen und entsprechende Kabelrohre von der Vorderwand nach hinten verlegen. Optimal ist es natürlich, wenn man die Rear-Lautsprecher knapp unterhalb der Decke aufhängen kann - ist für die Verkabelung unter Putz kein Problem. Wenn dem so ist, hängen formschöne Lautsprecher oben an der Rückwand und kein Kabel stört den Anblick - eine traumhafte Angelegenheit. Und damit die Kabel nicht einfach an der Wand heraushängen, gibt es richtige Lautsprecher-Dosen, in die man bequem ein Lautsprecherkabel einstecken kann, genauso wie es dies für das Fernseh-Antennenkabel gibt.

Leinwände und Beamer

Während früher in einem typischen Wohnzimmer ein großflächiger Fernseher das dominierende Element war, kommt heutzutage immermehr der Wunsch nach richtiger Kinoatmosphäre auf. Schließlich sind Leinwände und Beamer heutzutage für den Normalverbraucher erschwingliche Komponenten geworden. Die Position eines Beamers und einer Leinwand muss natürlich sorgfältig überlegt sein. Informationen dazu gibt es auf meiner Webseite über Leinwände.

Natürlich befindet sich der Beamer irgendwo hinter dem Sofa während sich die Leinwand gegenüber befindet. Vom DVD-Player oder einem sonstigen Abspielgerät müssen jedoch die Bilddaten zum Beamer gelangen; dazu ist eine aufwändige Kabelführung notwendig. Wer ein Haus frisch baut oder renoviert, dem empfehle ich, von der Schrankwand-Seite zur Rückwand-Seite ein Leerrohr unter Putz zu verlegen, durch das später ein Videokabel zum Beamer hindurchgezogen werden kann. Auch benötigt der Beamer eine Steckdose, die man am Besten in entsprechender Höhe platziert, so dass kein Kabel zum Boden herab hängt.

Leinwände gibt es in unterschiedlichen Auführungen. Natürlich ist eine Bildwand mit Elektroantrieb die komfortablere Lösung gegenüber einer Roll-Leinwand. Am Besten ist natürlich eine fernbedienbare Leinwand, die sich vom Sofa aus per Knopfdruck ausfahren lässt. Um eine solche Leinwand zu installieren wird jedoch ein Stromanschluss benötigt. Ist dieser nicht da, so hängt ein störendes Kabel von der Leinwand an der Wand herunter. Wer sich in einer Bau- oder Renovierungsphase befindet, kann vorsorgen und gleich eine entsprechende Steckdose an der Decke oder oberen Wandkante platzieren, so dass eine Elektroleinwand direkt mit einem kurzen Kabel angeschlossen werden kann.

Schiebetüre als Wohnzimmertüre

Typischerweise gelangt man vom Flur einer Wohnung oder eines Hauses über eine ganz normale Zimmertüre ins Wohnzimmer. Mir ist jedoch aufgefallen, dass ich in allen Wohnungen, die ich bisher hatte, die Wohnzimmertüre immer geöffnet hatte. Der Normalzustand der Wohnzimmer-Türe ist also nicht geschlossen sondern offen. Die Wonzimmertüre schließe ich eigentlich nur, wenn zum Beispiel beim Lüften extremer Durchzug vermieden werden soll.

Eine ständig geöffnete Wohnzimmertüre nimmt mir jedoch einen beträchtlichen Platz an derjenigen Wohnzimmerwand ein, gegen die die Türe angelehnt wird. Daher merke ich mir fürs nächste Mal, im Wohnzimmer eine Schiebetüre statt einer Flügeltüre einzubauen. Eine Schiebetüre verschwindet nämlich vollständig in der Wand und benötigt keinen Platz im geöffnete Zustand. Dadurch wird eine ca. 1 m breite Wandfläche frei, die man zum Beispiel für ein praktisches Regal oder ein schönes Bild nutzen kann.

Fliegengitter-Rollo

Wenn im Sommer die Nächte kurz und die Abende lang sind, sitzt man gerne auf dem Balkon oder der Terrasse und lässt die Türe ins Wohnzimmer auf, natürlich auch mit dem Zweck, dass kühlere Abendluft ins Rauminnere gelangt. Oft brennt dabei im Wohnzimmer oder im dahinter liegenden Flur noch Licht bzw. der Fernseher läuft. Insekten und Stechmücken werden davon natürlich verführerisch angezogen. Die juckenden Stiche gibts dann erst über Nacht bzw. am anderen Morgen.

Um lästigen Insektenstichen entgegenzuwirken gibt es Fliegengitter unterschiedlichster Art. Ein Rahmen, der einfach in die offene Balkontüre eingesetzt wird, ist furchtbar lästig, wenn man öfters raus und reingehen möchte. Besser ist da eine außen installierte zusätzliche Drehtüre mit einem integrierten Fliegengitter. Während die Balkontüre permanent geöffnet ist, wird die Fliegenschutztüre nur kurzzeitig zum Durchgehen geöffnet. Frische Luft gelangt trotzdem reichlich ins Rauminnere. Äußerst angenehm ist auch ein Fliegenrollo, das man einfach von oben herunter zieht und das dann unten einrastet. Auch so ein Rollo ist einfach zu bedienen und bietet umfassenden Schutz vor Stechmücken. Die wohl optimalste Lösung ist ein im Rollladenkasten integriertes Rollo, das sich wie ein Rollladen herunterziehen lässt. Ein solches im Rollladenkasten integriertes Fliegenschutzrollo muss jedoch bereits beim Fensterbau eingeplant werden.

Die hier beschriebenen Lösungen sind nicht gerade günstig; Fachfirmen bieten diese für ca. 500 € an. Günstige Varianten in Form von einer Art Vorhang gibt es im Baumarkt. Die herabhängenden luftdurchlässigen Vorhänge bieten jedoch keinen 100%-igen Schutz vor eindringenden Insekten; es gibt zu viele Schlupflöcher an den Seiten und zwischen den Einzelteilen.

Schlafzimmer

Lichtschalter überm Bett

Wer hat es nicht schon erlebt, wie lästig es ist, wenn man abends ins Bett geht, vielleicht noch ein bisschen liest, fern schaut oder einfach mit dem Partner kuschelt, und muss dann nochmals kurz raus aus den warmen Federn, um das Licht auszuschalten? Eine lästige Angelegenheit, auch um morgens in der Früh Licht zu machen. Vielleicht mag man ja morgens in aller Früh nicht gleich aufstehen, sondern erst mal seine Augen etwas an Helligkeit gewöhnen.

Da tut ein zusätzlicher Lichtschalter überm Bett wahre Wunder. Man muss mit circa 100 € Kosten rechnen, um im Schlafzimmer einen zweiten Lichtschalter direkt überm Bett einzubauen. Am Besten ist es, wenn man den Schalter über der Mitte des Rückteils eines Doppelbettes verlegen lässt. Dann hat jeder Partner direkten Zugriff zum Lichtschalter, und keiner muss aufstehen, um abends das Licht auszumachen bzw. morgens das Licht anzumachen. Ein kleines Extra, aber mit viel viel Wirkung.

Lichtschalter/Steckdose für Kleiderschrank

Ein ganz interessantes, wenn auch nicht lebensnotwendiges Ausstattungsmerkmal, an das man ganz selten vorher denkt, ist eine Stromleitung von einem Lichtschalter zum Kleiderschrank. Warum dieses Feature? Ein typisches Schlafzimmer hat auf einer Seite eine Nische für einen Kleiderschrank, der in der Regel ca. 60 cm tief ist und oftmals eine Standardbreite von 3 m hat. Wer im Möbelhaus nach Kleiderschränken schaut, erhält eine riesige Auswahl unterschiedlicher Typen. Was natürlich immer besonders schön ins Auge sticht, sind Modelle, die an der Oberseite noch schöne Lämpchen haben. Selbstverständlich ist es angenehm, wenn oberhalb des Kleiderschrankes eine dezente Beleuchtung angebracht ist, die vielleicht auch noch das Schrankinnere erleuchtet, so dass die Klamottenwahl leichter fällt. Oftmals sorgt eine sanfte Halogenbeleuchtung über dem Kleiderschrank für viel angenehmeres Licht im Schlafzimmer als eine hell leuchtende Zimmerdeckenlampe.

Doch eine solche Beleuchtung benötigt natürlich Strom, und ein solcher Anschluss ist in einer Kleiderschrank-Ecke in den seltensten Fällen vorhanden. So mancher Kleiderschrank mit formschönen Lämpchen an der oberen Schrankleiste steht in deutschen Schlafzimmern ohne dass diese jedoch jemals leuchten. Ein Stromkabel zu verlegen bedeutet dann oftmals lange Wege über Türe und Fenster vorbei bis zur nächsten Steckdose.

Wer neu baut oder frisch renoviert, dem empfehle ich daher eine Steckdose seitlich des Kleiderschrankes anzubringen, damit man dort eine Stromversorgung für einen solchen Kleiderschrank hat. Legt man dann noch eine zusätzliche Stromleitung von der Steckdose zu den Zimmer-Lichtschaltern, so lässt sich die Beleuchtung des Kleiderschrankes sogar ganz normal wie das Deckenlicht an- und ausschalten. Ansonsten muss man natürlich jedes Mal zum Kleiderschrank hin und dort die Beleuchtung ein- und ausschalten, je nachdem wo sich der Lichtschalter dort befindet. Und es ist ungeheuer bequem, wenn man das Schlafzimmer betritt und kann direkt an der Türe das Licht nicht nur an der Decke sondern auch über dem Kleiderschrank einschalten.

Anschluss für Fernseher

Ein Fernseher im Schlafzimmer ist ein Liebestöter und vielleicht nicht unbedingt das förderlichste Instrument für eine gute Beziehung. Und dennoch ist es angenehm, wenn man sich mal ins Bett legen und den Fernseher einschalten kann oder wenn man morgens im Halbschlaf erst mal eine Runde Frühstücksfernsehen macht ehe man sich aus der Koje quält.

Ein Fernsehapparat benötigt bekanntlich jedoch einen Stromanschluss und eventuell einen Antennenanschluss, es sei denn man nutzt einen modernen DVB-T Empfänger. In jedem Fall benötigt man mindestens eine Steckdose; evtl. sogar mehr, falls man noch einen Videorekorder oder einen DVD-Player anschließen möchte.

Klimaanlage

Klimaanlagen in Räumen kennen die meisten Leute nur vom Urlaub her. Was gibt es Schöneres, als wenn man in einem heißen Land sich in ein angenehm gekühltes Zimmer zurückziehen kann. Was in Autos fast schon zum Standard geworden ist, ist bei Wohnungen noch ein äußerst exotisches Extra. Die heißen Sommer in den letzten Jahren bewegen jedoch immer mehr Leute zum Einbau einer Klimaanlage in ihre Wohnung bzw. wenigstens in ihr Schlafzimmer. Während früher Hitzeperioden mit über 30C von mehreren Wochen Dauer äußerst selten waren, kommt dies heutzutage im Hochsommer immer öfters vor. Da heizen sich dann Räume so stark auf, dass selbst nachts die Temperaturen oft noch über 25C liegen. Da soll einer schlafen...

Abhilfe schaffen da Klimaanlagen, im einfachsten Fall ein mobiles Klimagerät, das man im Schlafzimmer aufstellt, und dessen warme Abluft man über einen Schlauch ins Freie hinausleitet. Solche Geräte sind jedoch vielmehr Provisorien als eine feste Einrichtung, denn sie sind laut, uneffektiv, und das notwendige Ausleiten der Abluft über einen Schlauch verlangt, dass das Fenster irgendwie geöffnet bleibt und die Stellen um den Schlauch herum abgedichtet werden. Das ist umständlich und sieht hässlich aus.

Klimaanlagen lassen sich auch fest installieren. Im Rauminneren befindet sich dann ein formschönes Gebläse, zum Beispiel an der Decke, während sich außerhalb des Hauses ein Gebläse befindet, das zum inneren Gerät über ein Rohr verbunden ist. Solche Klimaanlagen sind äußerst effektiv und im Rauminneren leise. Der Preis liegt zwar mit deutlich über 1000 € hoch, aber das ist ein gutes Schlafen doch wert? Natürlich sind Klimaanlagen große Stromfresser, und in einem heißen Sommer kann die Kühlung schon ein paar Hundert Euro kosten. Aber wenn man bedenkt, dass heutzutage nahezu jeder bereit ist, im Auto einen vierstelligen Betrag für die Kaltluft auszugeben, könnte einem das im Schlafzimmer auch wert sein.

Die Installation solcher Klimaanlagen erledigen Fachfirmen. Dazu muss ein Klimagerät im Rauminneren aufgehängt werden, außerhalb des Raumes muss das Abluftgerät installiert werden, und es muss durch die Außenwand hindurch ein Rohr verlegt werden, das die beiden Geräteteile miteinander verbindet. Wer dies gleich beim Hausbau berücksichtigt, kann sich natürlich eine Menge Arbeit und Geld sparen.

Fliegengitter

Wer kenn nicht folgende Situation: Man hat sich im Sommer gerade ins Bett gelegt, seine Ruhe gefunden und ist so gerade am Einschlummern, also man ein immer lauter werdendes Surren hört. Schnell realisiert man, dass es sich um eine Stechmücke handelt; das Surren wird immer lauter und lauter, und im lautesten Moment hört das Surren auf. Jetzt weiß man, die Fliege ist auf einem gelandet und sticht gleich zu. Man schlägt wild um sich, um die Gefahr abzuwehren. Zunächst ist Ruhe aber man ist putzmunter, und nach 10 Minuten, als man gerade wieder so am Einschlafen ist, geht die ganze Sache von vorne los. Am andern Morgen kratzt man sich dann an den Stichwunden und ist müde, weil einem die Mücke nicht nur Blut sondern auch noch Schlaf geraubt hat.

Um solche ärgerlichen Insektenstiche zu vermeiden gehört in das Schlafzimmerfenster oder in die Schlafzimmer-Balkontüre ein Fliegengitter. Hat man im Schlafzimmer ein Fenster, das man tagsüber oder nachts zum Lüften geöffnet lässt, kann man ein Fliegengitter oder ein Fliegenschutznetz fest einbauen; lüften kann man trotzdem den ganzen Tag bzw. die ganze Nacht. Ein solches Fliegengitter behindert zwar etwas die Sicht nach außen, dafür schützt es effektiv vor Insektenstichen. Es gibt einfache Varianten aus Stoff im Baumarkt (Kosten ca. 10 €), die mit einer Art Klettverschluss im Fensterrahmen fixiert werden. Es gibt aber auch individuelle Konstruktionen, so dass man einen Rahmen inklusive Gitter in den Rahmen einsetzt und fixiert (Kosten ca. 100 €).

Hat das Schlafzimmer eine Balkontüre oder eine Terrassentüre, so muss man sich entscheiden, ob man die Türe während der warmen Monate nur zum Lüften oder auch zum Durchgehen benutzt. Im zweiteren Falle benötigt man einen Fliegenschutz, der sich leicht öffnen und schließen lässt. Varianten aus Stoff, die es im Baumarkt gibt, sind zumeist nicht 100% dicht, so dass trotzdem die eine oder andere Stechmücke durchkommt. Besser sind Fliegenrollos, die man wie einen Rollladen einfach nach unten zieht, oder Fliegengittertüren, die wie eine zweite Balkontüre nach außen aufklappen. Ich habe seit langer Zeit ein Fliegengitter-Rollo im Schlafzimmer, und lästige Insektenstiche bei Nacht gehören wirklich der Vergangenheit an. Voraussetzung ist natürlich, dass man das Fliegengitter-Rollo konsequent unten lässt und dass man keine Fliegen vom Flur ins Schlafzimmer lässt.

Arbeitszimmer

Lautsprecherkabel vom Wohnzimmer

Was ich im Folgenden über ein Arbeitszimmer schreibe gilt natürlich für jedes andere Zimmer auch. Speziell aber im Arbeitszimmer, wer ein solches in seiner Wohnung oder in seinem Haus hat, kommt oft der Wunsch auf, musikalisch das mitzukriegen, was gerade im Wohnzimmer läuft. Hört man zum Beispiel im Wohnzimmer Musik und man möchte schnell ins Arbeitszimmer, um am PC im Internet was nachzuschauen, und sei es nur um den Musiktitel des aktuellen Liedes auf der Homepage des Radiosenders herauszufinden, dann ist es eine wunderbare Sache, wenn man die Musik aus dem Wohnzimmer auch im Arbeitszimmer hören kann. Gleiches gilt für alles, was aus der Stereoanlage herauskommt: der Ton des aktuellen Fernsehbildes oder auch von einer gerade laufenden DVD. Ich wünsche mir sogar, dass ich, wenn ich im Wohnzimmer das Radio einschalte oder eine CD einlege, im Arbeitszimmer ganz normal mithören kann.

Technisch ist der Wunsch leicht erfüllbar, da die meisten HIFI-Anlagen Ausgänge für zwei Boxenpaare haben. Auch Surround-Verstärker können zumeist außer den 6 Wohnzimmer-Lautsprecher-Boxen noch zwei zusätzliche Stereolautsprecher separat ansteuern, die dann per Knopfdruck ein- und ausschaltbar sind. Alles, was man für diesen Musikgenuss braucht, ist ein Lautsprecherkabel, das vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer verläuft. Ein solches Leerrohr kostet mit Kabeln und Anschlussbuchsen je nach Entfernung der beiden Räume einige Hundert Euro. Aber der Musikgenuss ist dafür groß, wenn man Musik auch bei der Arbeit am PC mithören kann.

Kinderzimmer

Elektrische Lüfter

In viele Wohnungen werden heutzutage elektrische Lüfter eingebaut, da die Fenster so dicht sind, dass auf natürlichem Wege praktisch keine Luft mehr durchdringt. Solche Lüfter sind kleine Ventilatoren mit einer Verbindung nach außen, die sich elektrisch steuern lassen. Um eine Lüftung nicht nur in einem Zimmer zu haben werden solche Ventilatoren gleich paarweise, zum Beispiel im Kinderzimmer und im Schlafzimmer eingebaut. Eine Wechselschaltung sorgt dann dafür, dass der eine Ventilator für eine Minute Luft nach außen bläst, während der andere zur gleichen Zeit Luft von außen nach innen hereinholt. Nach Ablauf einer Minute ändert sich die Blasrichtung.

Auf diese Weise findet immer eine minimale Frischluftzufuhr statt, und man kann auf das natürliche Lüften laut Hersteller praktsich ganz verzichten. Solche Lüfter sind äußerst leise, man bekommt kaum mit dass sie laufen. Dennoch halte ich solche Apparate nur für sinnvoll, wenn man im Urlaub ist und niemanden zum Lüften der Wohnung hat. Im Normalfall ist das stoßweise Lüften tagsüber immer noch die effektivste Variante, Frischluft in die Wohnung zu bekommen.

Hobbyraum

Mehrere Stromkreise

Wer ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte hat, hat typischerweise im Untergeschoss außer einem Kellerraum und einem Heizkeller einen Hobbyraum zur freien Verfügung. Es gibt auch Erdgeschosswohnungen, die über eine kleine Wendeltreppe noch Zugang zu einem Hobbyraum haben. Nichts ist schöner, als in so einem Raum seine Hobbys auszuführen oder den Raum gar als zusätzliches Zimmer zu verwenden.

Doch Vorsicht mit der Elektrik: Oftmals sehen die Bauträger einen solchen Raum zusammen mit dem Keller als reine Nutzfläche. Elektrotechnisch hängt dann das gesamte Untergeschoss an einem einzigen Stromkreis, der über eine einzige Sicherung abgesichert ist. Das ist im Normalfall kein Problem. Laufen jedoch mehrere Elektrogeräte parallel kann dies zu zu hohen Strömen führen und die Sicherung auslösen. Wenn im Keller zum Beispiel gleichzeitig Waschmaschine und Wäschetrockner laufen, dann noch im Hobbyraum eine helle Stehlampe den Raum beleuchtet, eine Stereoanlage für angenehmen Musikgenuss sorgt, und man mit Computern und Peripheriegeräten arbeitet, können schon mal Gesamt-Stromstärken mit einer Leistung von über 3000 W zusammen kommen, so dass die Sicherung rausfliegt.

Daher empfehle ich während der Bauphase oder Renovierungsphase im Untergeschoss für mehrere Stromkreise zu sorgen, die einzeln abgesichert sind, so dass man auch im Hobbyraum ganz normal wohnen und arbeiten kann.

Fenster statt Lichtschacht

In vielen Wohnanlagen und Reihenhäusern gehört es zum guten Standard, dass Kellerräume und Hobbyraum über Lichtschächte Licht von außen bekommen. Solche Lichtschächte haben im Rauminnern zumeist ein kleines Fensterchen, das man ganz öffnen oder kippen kann, und an der äußeren Oberseite befindet sich ein Gitterrost, der über Ketten einbruchgesichert ist. Solche Lichtschächte sorgen in einem Keller oder in einem Kellerflur typischerweise für ein wenig Erleuchtung und Frischluft; auf zusätzliche Raumbeleuchtung kann man jedoch nicht verzichten. Gleiches gilt für einen Hobbyraum, auch wenn dieser über zwei oder drei Lichtschächte mit Sonnenlicht gespeist wird.

Abhilfe schafft da der Einbau eines richtigen Fensters statt dem Lichtschacht. Damit durch ein richtiges Flügelfenster genügend Licht durchdringt, muss natürlich auch der davor liegende Schacht entsprechend dimensioniert sein; ein Lichtschacht wie beim Kellerfenster bringt da nichts. Vielmehr braucht man einen richtigen Zugang, der entweder beckenförmig oder kaskadenförmig angelegt ist. Solch einen Zugang kann man zumeist nicht mehr mit einem Gitterrost abdecken; der würde auch viel zu viel Licht verschlucken. Damit jedoch kein Kind in den "Brunnen" fällt, muss der Lichtkorridor durch ein Geländer abgesichert werden. Dieses muss natürlich in der Außenanlage Platz finden und ins Bild passen. Bei einem Reihenmittelhaus ist dies meist schwierig, bei einem Eckhaus findet sich aber typischerweise an der Eckseite freie Fläche, an der ein Geländer mit Lichtschacht angebracht werden kann, ohne die Optik allzusehr zu stören.

Beim Einbau eines solchen Kellerfensters sollte man gleich darauf achten, dass dieses auch einen Rollladen erhält. Und am Besten wählt man gleich einen Rollladenkasten mit integriertem Fliegenrollo aus, denn durch Kellerfenster bzw. Hobbyraumfenster kriechen gerne Kleintiere aller Art. Und da so ein großes Hobbyraumfenster ein beliebter Zugang für Einbrecher ist, sollte man etwas für die Einbruchsicherung tun: abschließbare Fensterflügel oder Panzerglas schützen vor ungeliebten Eindringlingen, auch wenn sich ein Fenster im Kippzustand befindet.

Ein Bauträger verlangt übrigens gut und gerne 1000 € Aufpreis, wenn ein Lichtschacht durch einen richtigen Fensterschacht ersetzt wird. Weit über 1000 € sind nochmals fällig für ein formschönes Geländer zur Absicherung des Schachtes. Für mehr Licht im Hobbyraum bezahlt man also einige Tausend Euro extra, aber diese Investition lohnt sich, denn ein Hobbyraum wird erst zu einem richtigen Zimmer, wenn man tagsüber kein künstliches Licht braucht.

Treppe aus Beton statt Holz

Wer das Glück hat, in seinem Haus oder in seiner Erdgeschosswohnung noch einen Hobbyraum im Untergeschoss zu haben, gelangt zu diesem über eine Treppe vom Erdgeschoss aus. Egal ob die Treppe in geraden Stufen oder als Wendeltreppe in den Keller hinunter führt, der Standard ist typischerweise eine Ahorn-Holz-Treppe mit einzelnen Stufen, durch die man hindurchblicken kann, und durch die auch Luft hindurch zieht. Solche Holztreppen sind günstig und schön anzusehen. Der Nachteil ist jedoch, dass sie sehr laut sind. Wer mit Hausschuhen eine solche Treppe hinunter läuft, kann Trampellärm verursachen, den man in einem Reihenhaus auch noch im Dachgeschoss hört.

Dies ist anders, wenn man statt einer Holztreppe eine Steintreppe oder Betontreppe einbauen lässt. Eine solche Treppe ist in der Regel durchgehend, d.h. ohne Zwischenräume zwischen den Stufen; man kann also nicht durch die Treppe hindurch schauen. Eine solche Massivtreppe kann man entweder mit Fliesen oder Teppich verkleiden, so dass man ein angenehmes Gehgefühl hat. Wegen der massiven Bauweise hört man jedoch fast keine Tritte, auch nicht wenn man mit den Hausschuhen drüber läuft. Natürlich kostet eine solche Betontreppe deutlich mehr als ein Stahlgerüst mit aufmontierten Holzstufen. Aber der Vorteil liegt in der Tat in der Lärmdämmung.

Küche

Ausreichend Steckdosen

Wie viele Steckdosen braucht man in der Küche? Reichen 5 Stück oder braucht man 10 oder gar 15? Wer zum ersten Mal eine Küche plant, unterschätzt zumeist die Anzahl der notwendigen Steckdosen. Dabei stehen in einer Küche schon zahlreiche Elektrogeräte, die zum Teil eigens abgesichert werden müssen: Kühlschrank, Gefrierschrank, Waschmaschine, Herd, Backofen, Dunstabzugshaube, Beleuchtungselemente unterhalb oder oberhalb von Hängeschränken u.s.w. Steckdosen für solche Geräte müssen natürlich bei der Küchenplanung schon richtig positioniert werden, damit die fest installierten Elektrogeräte direkt und unsichtbar angeschlossen werden können.

Doch wie viele Steckdosen braucht man zusätzlich? Ich kann nur die Faustregel nennen: So viel wie möglich. Und um eine Stückzahl zu nennen: 12 Stück in der Küche in Form von Pärchen (Doppelsteckdosen) verteilt. Auch wenn einem diese Zahl hoch vorkommt, beim Arbeiten in der Küche ist man sehr dankbar, wenn man überall an Arbeitsflächen direkt dahinter Elektrogeräte einstecken kann. Zahlreiche Steckdosen gehen ohnehin schon verloren für fest aufgestellte Küchengeräte wie Kaffeemaschine, Wasserkocher, Küchenmaschine, Toaster oder Saftpresse. Wenn man dann einmal richtig in der Küche arbeitet und zum Beispiel einen Kuchen backt, ärgert man sich sehr, wenn man nicht dort einstecken kann, wo man gerade rühren oder kneten will.

Fazit: Während man in anderen Zimmern mit Steckdosen gerne sparen kann, weil sich ja im Nachhinein auch lose Dreierstecker installieren lassen, sollte man in der Küche mit Steckdosen auf keinen Fall geizen und genügend Anschlussmöglichkeiten für Elektrogeräte aller Art schaffen.

Backofen in Augenhöhe

In einer klassischen Küche steht irgendwo an zentraler Stelle der Herd, und darunter befindet sich der Backofen; so war es jahrzehntelang, und so ist es häufig auch heute noch. Herd und Ofen werden größtenteils als Einheit verkauft, aber das muss nicht so sein. Der Backofen ist zwar unter den Herdplatten gut aufgehoben, aber um ein Blech reinzuschieben oder um nachzuschauen, wie weit der Kuchen schon ist, muss man sich bücken und umständlich hantieren.

Warum also nicht Herd und Ofen voneinander trennen? Kochfelder gibt es in flachster Bauweise zum Einbau anstatt einer Küchenschublade. Befindet sich darunter kein Backofen sondern ein paar Schubladen, kann man Töpfe und Pfannen ideal nahe zum Kochfeld aufbewahren. Und auch Backöfen gibt es in modernen Küchen als Einzelelemente, die an beliebiger Stelle in der Küchenzeile oder Küchenschrankwand eingebaut werden können. Dann empfielt es sich natürlich den Backofen nicht in Bodenhöhe sondern in Augenhöhe einzubauen. Und ich kann nur sagen, es ist eine absolut feine Sache, wenn der Ofen in gut einem Meter Höhe in ein Schrankelement integriert ist. Man sieht quasi im Vorbeigehen, wie weit die Pizza ist; um einen Kuchen aus dem Ofen zu holen braucht man sich nicht groß bücken, sondern man greift einfach bequem in das offene Fach. Das ist Komfort, den man nie mehr missen mag, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.

Kühlschrank mit Null-Grad Fach

Ein Kühlschrank kühlt Speisen, Vorräte und Getränke bei einer typischen Temperatur zwischen 4C und 8C, die man bei guten Modellen elektronisch einstellen kann. Aber was ist ein Kühlschrank mit einem 0C-Fach? Eine Gefriertruhe kühlt typischerweise im Bereich von -18C und -24C, ein Gefrierfach bringt es auf einstellige Minusgrade. Ein Null-Grad-Fach hat nicht wirklich eine Temperatur von 0C sondern leicht darüber, also zum Beispiel 2C. Gute, große Kühlschränke haben zum Beispiel zwei solche Kühlzonen. Aber was bringen einem so kalte Fächer im Kühlschrank und warum kühlt man nicht den ganzen Kühlschrank auf 2C ab?

Nun, 2C ist schon arg in der Nähe des Gefrierpunktes. Butter, Käse oder Joghurt mag man nicht mit einer Temperatur von 2C verzehren. Eine Flasche Weißwein oder ein gutes Bier schmeckt jedoch einzigartig, wenn es so richtig kalt ist. Aber der eigentliche Vorteil einer Null-Grad Zone ergibt sich bei der Aufbewahrung von Gemüse, Fleisch oder Wurst. Während man in einem normalen Kühlschrankabteil Wurst ca. 3-5 Tage aufbewahren kann, hält in einem Abteil mit ca. 2C Wurst 7-10 Tage frisch. Es ist wirklich unglaublich, aber es reicht, wenn man einmal pro Woche zum Metzger geht und darauf achtet, dass die Wurst nach dem Essen gleich wieder zurück ins Null-Grad-Fach gelegt wird. Gleiches gilt für Salat oder Gemüse: Egal ob Gurken, Kohl oder Kopfsalat, es hält sich einfach alles deutlich länger als in einem normalen Kühlschrank.

Schiebetüre anstatt Flügeltüre

Eine Küchentüre geht in der Regel nach innen auf, d.h. der Türflügel klappt beim Öffnen in den Küchenraum hinein. Dies hat oftmals den Nachteil, dass ein Teil der Küche nicht für Schränke, Regale oder sonstige Gegenstände genutzt werden kann, da man einen Teil der Wand für die Küchentüre im geöffneten Zustand vorhalten muss.

Dabei ist die Lösung für zusätzlichen Raumgewinn ganz einfach: Baut man statt einer Flügeltüre eine Schiebetüre ein, so lässt sich die Küche verschließen ohne Stellfläche an der Innenwand zu vergeuden. Eventuell muss aber dann die Wand, die die Schiebetüre aufnehmen soll, etwas breiter gestaltet werden als ursprünglich vorgesehen, da die Wand nicht nur die Schiebetüre selbst sondern auch den Kasten mit den Führungsschienen drumrum aufnehmen muss. Setzt man in die Schiebetüre noch ein Glaselement ein, so hat man freien Blick in die Küche bzw. aus der Küche heraus auch wenn die Türe geschlossen ist. Bei einer Schiebetüre sollte man darauf achten, dass sich sowohl an der Vorderseite als auch an der Rückseite als auch an der Vorderkante Griffmuscheln befinden, so dass man die Türe jederzeit gut anpacken kann.

Bad, Dusche, WC

Badezimmertüren kürzen

Im Badezimmer oder in der Dusche entsteht beim Baden oder Duschen eine Menge feuchter, dampfiger Luft, die abziehen muss. Auch wenn das Badezimmer ein Außenfenster hat, ist es gut, wenn im Innern noch ein Lüfter angebracht ist, der sich per Schalter oder sogar automatisch einschaltet. Damit ein Ausgleich für die abgesaugte Luft stattfinden kann, haben Badezimmertüren zumeist Lüftungsschlitze, so dass von außen, d.h. vom Flur, frische Luft ins Badezimmer gelangen kann. Solche Lüftungsschlitze sind zumeist unschön.

Eine einfache Lösung zur Vermeidung der Lüftungsschlitze ist das Abschleifen der Türe am Boden. Lässt man zum Beispiel an der Unterseite der Badezimmertüre 2 cm abtragen, kann genügend frische Luft durch diesen natürlichen Türschlitz ins Rauminnere gelangen, und zusätzliche Lüftungsgitter an der Badezimmertüre sind überflüssig. Das Verkürzen der Badezimmertüren hat noch einen weiteren essentiellen Vorteil: Es kann problemlos ein Badvorleger oder eine beliebige Fußmatte im Badezimmer auf den Boden gelegt werden; auch wenn dieser 1-2 cm dick ist, reibt sich die Türe beim Aufmachen nicht daran. Verläuft die Unterkante der Badezimmertüre nämlich exakt auf Bodenhöhe, muss der Öffnungsbereich der Türe von Bodenbelägen frei gehalten werden.

Mit einem Verkürzen der Badezimmertüre an der Unterseite erschlägt man also zwei Fliegen mit einer Klappe: Man kann auf hässliche Lüftungsschlitze in der Türe verzichten und Badvorleger/Fußmatten können beliebig im Badezimmer ausgelegt werden, da sich die Türe darüber bewegt.

Automatischer Lüfter

Wer eine Wohnung oder ein Haus bezieht wünscht sich, dass jeder Raum ein Fenster hat, und sei es in der Toilette auch nur ein winziges Fensterchen, durch das Licht und Frischluft gelangen kann. Oftmals hat aber die Toilette oder das Badezimmer kein Fenster, so dass ein elektrischer Lüfter die feuchte oder stinkgende Luft nach außen befördern muss.

Heutzutage gibt es vollautomatische elektronische Lüfter, die mit einem Feuchtigkeitssensor die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer messen und sich von selbst einschalten, wenn feuchte Luft nach außen gepumpt werden muss. Auch schalten sich solche Lüfter wieder ab, wenn die Luft wieder rein ist. Tagsüber ist es sehr angenehm, wenn ein vollautomatischer Lüfter stets für frische Luft im Badezimmer sorgt; nachts kann es jedoch unglaublich lästig sein, wenn man ruhig im Bett liegt und sich plötzlich wie aus heiterem Himmel im benachbarten Badezimmer der Lüfter einschaltet. Nachts kann einem selbst ein leiser Ventilator lauter erscheinen wie tagsüber ein Flugzeug.

Gegen einen vollautomatischen Lüfter im Badezimmer habe ich nichts einzuwenden, allerdings sollte er nachts abschaltbar sein. Ist dies nicht möglich, verrichtet ein manueller Lüfter unter Umständen bessere, angenehmere Dienste, wenn er sich nachts ruhig verhält.

Flur

Telefon, Schlüssel, Schuhe, Schirm, Sicherungskasten, Spiegel

Keller

Waschmaschinenanschluss

In einem Wohnhaus ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man im Keller einen Anschluss für die Waschmaschine hat; oftmals hat man sogar eine richtige Waschküche im Keller. Es gibt auch Erdgeschoss-Wohnungen oder Parterre-Wohnungen mit direkten Zugang in den Keller von der Wohnung aus. Solche Wohnungen haben im Untergeschoss zumeist nur einen normalen Abstellraum als Keller ohne Wasserzufuhr oder Abwasseranschluss.

Wer jedoch das Glück hat, einen direkten Zugang zum Keller zu haben, ohne die Wohnung erst verlassen zu müssen, dem empfehle ich, im Keller einen Waschmaschinenanschluss verlegen zu lassen, denn dann wäscht die Waschmaschine nicht in der Wohnung sondern nahezu lautlos im Keller. Während die Wasserzufuhr nur einer Wasserleitung und eines Hahns bedarf, ist der Wasserabfluss oft komplizierter. In vielen Häusern leitet man das Abwasser einfach vom Keller aus hinunter in die Kanalisation, und oftmals befindet sich am Kellerboden noch ein Abfluss, damit Wasser einfach abfließen kann. Es gibt jedoch auch zahlreiche Wohngegenden, wo sich die Kanalisation so wenig unterhalb der Erdoberfläche befindet, dass das Wasser vom Fußboden des Kellers nicht mehr nach unten abfließen würde sondern im Gegenteil Wasser von der Kanalisation in den Keller eindringen würde. In diesem Fall ist die Installation einer Hebeanlage notwendig, die das Abwasser in einem Behälter sammelt, dieses dann auf Erdgeschoss-Niveau hochpumpt um es dann von diesem erhöhten Niveau aus wieder in die Kanalisation abzulassen. Eine solche Hebeanlage funktioniert autonom, d.h. sie pumpt Wasser bei Bedarf ab, man muss sie also nicht extra aktivieren. Allerdings wird durch diese Technik ein Waschmaschinenanschluss natürlich erheblich teurer.

Wer übrigens außer einer Waschmaschine noch einen Kondenstrockner anschließen möchte, benötigt jeweils zwei Anschlüsse für Frischwasser und Abwasser. Dafür gibt es aber auch T-Stücke und Sammelrohre.

Insektengitter als Lichtschachtabdeckung

Ein abgeschlossener Kellerraum hat in der Regel einen kleinen Lichtschacht, durch den einerseits etwas Tageslicht andererseits Frischluft in den Raum eindringt. Am Boden des Lichtschachtes befindet sich in der Regel ein Kiesbett, durch das Regenwasser in die Erde abgeführt wird. So ein Lichtschacht mit seinen Betonwänden und seinem Kiesbett ist natürlich ein Paradies für Spinnen, Krabbeltiere und Insekten. Diese leben da, wachsen da auf und dringen allzu gerne auch in den Kellerraum ein. Hält man das Kellerfenster zum Lichtschacht ständig in gekippter Stellung kann man sicher sein, dass man im Kellerraum einen netten Kleintierzoo unterhält.

Um dem entgegenzuwirken installiert man am Gitterrost, der den Lichtschacht abdeckt, ein Fliegengitter aus Edelstahl. Im Baumarkt gibt es Drahtgitter auf Rollen, das man sich einfach zuschneiden kann. Richtig dicht sind jedoch nur Konstruktionen, die den Gitterrost vollständig abdecken und keine Ritzen an den Abdeckkanten übrig lassen. Dies erreicht man zum Beispiel, indem man an den Kanten zusätzliches Füllmaterial, z.B. Bürstenstreifen oder Schaumstoffstreifen einbaut. Einfache Fliegengitter aus Stoff am Kellerfenster gehen nach einiger Zeit kaputt, da die Lichtschacht-Tiere daran nagen und zerren.

Steckdose im Keller

Dass man in seinem Kellerraum oder Kellerabteil eine Steckdose hat ist eine Selbstverständlichkeit. Überhaupt nicht selbstverständlich ist jedoch eine Steckdose im Keller, und schon gar nicht in Wohnanlagen, wo es keine richtigen Keller sondern nur Kellerabteile gibt. Selbst wenn dann eine Steckdose im Keller oder kurz außerhalb ist, wird der Strom dann zumeist als Allgemeinstrom verbraucht, d.h. der Stromkreislauf ist nicht mit der zugehörigen Wohnung verbunden.

Eine Steckdose im Keller halte ich jedoch für äußerst wichtig. Die wohl verbreitetste Anwendung ist das Aufstellen eines zweiten Kühlschrankes oder einer Gefriertruhe im Keller. Dazu braucht man Strom, der natürlich nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden kann, sonst gibts Ärger mit der Hausgemeinschaft. Eine Stromleitung vom Keller in den Sicherungskasten seiner Wohnung lässt sich im Nachhinein kaum verlegen; bei einem Neubau lässt sich so ein Sonderwunsch jedoch einfach berücksichtigen.

Wintergarten

Ein Wintergarten in einer Wohnung ist etwas Wunderbares: Man kann sich sogar im Winter in einen kleinen Garten setzen, und wer im Obergeschoss wohnt, hat ganzjährig ein kleines Stückchen Garten in seiner Wohnung. Man stellt sich schöne Planzen auf, stellt ein paar bequeme Stühle rein, ein Tischchen dazu, und fertig ist die schöne Idylle in der Wohnung. So oder so ähnlich steht es in vielen Werbeprospekten und ähnlich argumentieren auch viele Vermieter von Wohnungen mit Wintergarten.

Wintergärten haben jedoch große Nachteile: Je mehr Glasflächen ein Wintergarten hat desto angenehmer ist natürlich die Athmosphäre im Innern. Jedoch wird es im Winter richtig kalt und im Sommer sehr heiß. Wenn es im Winter draußen -15C hat, herrschen auch in einem Wintergarten oftmals Temperaturen unter 0C. Lässt man dann die Türe zur Wohnung auf, schießen die Heizkosten spürbar in die Höhe. Wie viel man heizt oder eher verheizt findet man an den Fenstern als Kondenswasser wieder: Man muss mehrmals täglich das Kondenswasser abwischen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Ich hatte schon mehrere Wohnungen mit Wintergärten. Pflanzen konnte ich nur zwischen Frühjahr und Herbst reinstellen; im Winter war es viel zu kalt für übliche Zimmerpflanzen. Und wenn sämtliche Wintergartenpflanzen auf einmal in die Wohnung müssen, wird es ganz schön eng im Innern. Ein ständiges Beheizen des Wintergartens im Winter war zu teuer, und die Wohnung kühlte zu sehr aus. Viele Wintergärten in meiner ehemaligen Nachbarschaft wurden zu Abstellkammern degradiert - wahrlich kein schöner Anblick von außen. Aus zwei Erfahrungen habe ich gelernt; heute würde ich keine Wohnung mehr mit Wintergarten nehmen, zumal man ja die entsprechende Wohnfläche mitbezahlt.

Abstellkammer

Für eine kleine Abstellkammer habe ich keine speziellen Ausstattungstipps, sondern eigentlich lediglich den Hinweis, dass man an ein solches kleines Räumchen denken sollte. Auch wenn so ein Abstellkämmerchen nur eine Fläche von einem Quadratmeter hat (natürlich je größer umso besser), man kriegt darin so viel unter wie kaum sonstwo. Und vor allem, man bringt Dinge quasi versteckt unter.

Eine solche Abstellkammer befindet sich am Besten im Bereich der Küche, also nicht im Keller oder im Dachgeschoss eines Hauses. Baut man in so eine Kammer ein Regal mit vielen Böden ein, kann man eine Menge Dinge unterbringen, von Vorräten über Putzmittel bis zu sonstigen Trümmern, die nirgends so richtig reinpassen, aber doch irgendwo verstaut werden müssen. Und nicht zuletzt ist so eine Kammer natürlich der ideale Platz, um einen Staubsauger, einen Besen oder einen Wischmopp unterzubringen.

Deshalb kann ich nur festhalten: Eine kleine Abstellkammer als Seitenraum der Küche oder als Nebenraum im Flur ist ungeheuer praktisch und man wird sie nie mehr missen möchten.

Garten

Rasenkante an der Terrasse

Wer zusätzlich zu seinem Haus oder zu seiner Wohnung noch einen Garten hat, hat mit Sicherheit auch eine Terrasse, auf der man sich im Sommer schön sonnen kann. Egal wie breit und tief die Terrasse ist, irgendwo enden die Steinplatten und es beginnt der Rasen. Doch diese Übergangsstelle kann sehr kritisch sein, was das Rasenwachstum betrifft.

Die Steinplatten der Terrasse liegen in der Regel auf einem festen Beton-Kies-Sockel; und dieser endet mit der Terrasse meist nicht senkrecht zur letzten Bodenplatte sondern verläuft schräg von der Terrasse in Richtung Rasen, also quasi mit einer seitlichen Stütze. An derjenigen Stelle, wo die Steinplatten der Terrasse aufhören, liegt also nur ganz wenig Erde, da sich gleich darunter der schräg verlaufende Sockel befindet. Wenn es nun im Sommer heiß ist, trocknet dieses Stück Erde sehr schnell aus, und das darüber wachsende Gras findet kein Wasser. Die Folge ist, dass das Gras austrocknet und sich entlang der Terrassenkante ein hässlicher, vertrockneter Grasstreifen bildet. Da hilft nur mehrmals täglich gießen, aber wer hat schon die Zeit und Muse dafür?

Weiter draußen im Garten trocknet das Gras nicht so schnell aus, da die Wurzeln tiefer aus der Erde heraus Wasser ziehen können; an der Terrassenkante können die Wurzeln der Grashalme jedoch wegen des Sockels nicht tief genug in die Erde eindringen. Abhilfe schafft da nur ein mehrfaches tägliches Gießen, oder man achtet beim Anlegen der Terrasse darauf, dass der seitliche Stützsockel tiefer unter der Erde liegt.

Markise

Egal ob man einen Balkon oder eine Terrasse hat, so schön die Sonne hin und wieder sein mag, wenn es draußen sehr heiß ist, spendet eine Markise angenehmen Schatten. Legt man die Größe der Markise so aus, dass sie über die komplette Breite des Balkones oder der Terrasse geht, so spendet diese umfassend Schatten, und nicht nur einen Schattenfleck, wie es ein typischer Sonnenschirm tut.

Doch Vorsicht mit der Himmelsrichtung. Ist der Balkon oder die Terrasse nach Süden hin gerichtet, spendet eine Markise nur um die Mittagszeit vollflächigen Schatten. Vormittags scheint die Sonne von Osten her und abends von Westen her seitlich an der Markise vorbei, und den Schatten findet man irgendwo mehrere Meter neben seiner Terrasse. Während man einen Sonnenschirm schwenken kann, ist eine Markise fest fixiert, so dass man den Schatten nicht beeinflussen kann.

Optimal ist natürlich ein Westbalkon; dann hat man natürlich morgens überhaupt keine Sonne, mittags und abends dafür umso mehr. Und eine Markise spendet vollflächigen Schatten. Wer im zweiten, dritten oder noch höheren Stockwerk wohnt muss jedoch damit rechnen, dass die Sonne am Abend so schräg einstrahlt, dass ein einfaches Ausfahren der Markise nichts bringt. Vielmehr muss die Markise dann von oben nach schräg unten ausgefahren werden, um Schatten zu spenden.

Es gibt übrigens auch Seitenmarkisen, die man senkrecht von der Decke herunterzieht. Solche Markisen eignen sich optimal als Ergänzung zu einer normalen Markise, vor allem an Südbalkonen zur Abschattung seitlicher Sonnenstrahlen morgens und abends. Allerdings wirken solche Senkrechtmarkisen wie ein Segel, d.h. bei starkem Wind flattern die Tücher sehr; eine gute Befestigung ist daher notwendig.

Das Lästigste an einer Markise ist das Ein- und Ausfahren mit Hilfe einer Kurbelstange. Auch wenn es nur einen kurzen Moment dauert, nervt diese Angelegenheit doch immer wieder. Außerdem muss man die Kurbelstange irgendwo unterbringen; sie liegt dann meistens irgendwo auf der Terrasse herum oder bleibt an der Kurbel hängen. Und dann ist da noch das nervige Quietschen beim Kurbeln, das auftritt, wenn sich Flächen aneinander reiben. Wer irgendwie die Möglichkeit hat, während der Bauphase bereits eine Markise einzuplanen, dem empfehle ich eine elektrische Leitung nach außen zu verlegen, so dass eine Elektro-Markise installiert werden kann. Ob man diese dann per Schalter oder per Fernbedienung rein- und rausfährt, ist nur eine Sache des Preises. Wichtig ist, dass ein Elektrokabel zur Markise hinführt, so dass diese mit Strom versorgt werden kann. Und ich betone, es gibt nichts Bequemeres, als wenn man abends rein ins Wohnzimmer geht und die Markise per Knopfdruck reinfährt. Das lästige Aufbewahren der Kurbelstange entfällt dann ebenfalls.

Gartenhütte

Wer in der schönen Lage ist, einen eigenen Garten zu haben, egal ob dieser ein Einfamilienhaus umschließt oder nur aus einem kleinen Fleck Gras vor einer Erdgeschosswohnung besteht, benötigt auch Gartengeräte und Zubehör. Und da sammelt sich im Laufe der Zeit einiges an, an das man anfangs gar nicht denkt: Rasenmäher, Rechen, Besen, Hacke, Spaten, Vertikutierer, Säcke mit Erde, Mulch etc., Holzteile, Stäbe, Gitter, Schnüre, Dünger, Saatgut u.s.w. Die Liste könnte man ewig fortsetzen, und man sammelt im Laufe der Zeit immer mehr Gegenstände an, die man für seine Gartenarbeit braucht. Ein kleines Gartenhäuschen, eine Hütte oder ein Schuppen ist da unabdingbar zur Aufbewahrung all dieser Teile. Und am Besten wählt man gleich ein großes Gartenhäuschen, so dass man auch noch seine Fahrräder, Winterreifen, Gartenmöbel im Winter und sonstige Trümmer unterbringen kann.

Bei der Auswahl eines Gartenhäuschen kann ich nur ans Qualitätsbewusstsein monieren. Was habe ich mich über ein billiges Gartenhüttchen geärgert, das sich nach dem ersten Winter nicht mehr öffnen und schließen ließ, weil sich das Holz und damit der Verschluss verzogen hat. Auch eine Reparatur löste das Problem nicht auf Dauer. Und dann noch eine Hütte mit scharfen Ecken an der Außenseite der Dachträger, genau in Kopfhöhe. Das gibt Beulen und blaue Flecken.

Wunderschön ist es natürlich, wenn das Gartenhaus mit Dachrinnen ausgestattet ist, die das Regenwasser über ein Rohr in eine Wassertonne umleiten, so dass man ständig Wasser zum Gießen vorrätig hat.

Elektroanschluss für Laternen

Was für eine Idylle und Romantik, wenn man in einer lauen Sommernacht in seinem Garten sitzt und Teile dessen durch Laternen beleuchtet werden, nicht? Auch bei Tage ist eine schöne Gartenlaterne ein wunderschönes Element in einem bunt-grünen Garten. Doch die meisten Lampen brauchen elektrischen Strom vom Stromnetz. Es gibt zwar Solarleuchten, die man einfach in die Erde stecken kann, die sich tagsüber mit Sonnenenergie aufladen und nachts automatisch einschalten, aber diese sind ziemlich dunkel und erleuchten nicht wirklich eine Fläche sondern leuchten mehr selbst für sich in der Dunkelheit auf.

Um also schöne Laternen im Garten aufzustellen benötigt man elektrischen Strom, den man von der Wohnung herausführen muss. Wer frisch baut kann solche Leitungen direkt in der Bauphase verlegen lassen; natürlich muss man dann wissen, wo im Garten man Leuchten aufstellen will. Führt man solche Stromleitungen zu einem elektrischen Schalter im Gebäudeinneren, so kann man bequem per Knopfdruck die Laternen ein- und ausschalten.

Und wenn man schon am Verlegen von Leitungen ist, sollte man gleich mitbedenken, dass auch irgendwann mal Weihnachten ist, und man die eine oder andere Weihnachtsbeleuchtung auf der Terrasse oder im Garten anbringen möchte. Ein Elektroanschluss in der Nähe eines Tannenbaumes wird im Winter für eine herrliche Weihnachtsbeleuchtung im Garten sorgen.

Abschließbarer Wasserhahn

Wer einen Garten hat, muss diesen gießen, und bei den heißen Sommern, die es immer öfters gibt, umso mehr. Natürlich gehört zu einem Haus oder zu einer Wohnung mit Garten ein Außen-Wasserhahn, um zum Beispiel einen Gartenschlauch anschließen zu können.

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Wasserleitungen im Außenbereich im Winter einfrieren und dabei sogar aufplatzen können. Deshalb muss man einen Gartenwasserhahn kurz vor dem Winter innen über ein Ventil absperren und das restliche Wasser aus der Leitung lassen. Bequemer geht dies mit speziellen Konstruktionen, bei denen sich die Wasserleitung zum Gartenhahn automatisch leert, wenn man den Hahn zudreht. Um sich klarzumachen, wie das funktioniert, stelle man sich einfach eine Wasserleitung vor, die bis zum Wasserhahn im Garten aufsteigt und ein Rücklaufentil hat, das blockiert, wenn das Wasser aufgedreht wird und frisches Wasser in die Leitung nachströmt.

So komfortabel sich die Sache anhört - schließlich braucht man im Winter nicht mehr das Wasser abzudrehen - die Konstruktion hat auch einen entscheidenden Nachteil: Man kann nämlich das Wasser zur Gartenleitung nicht wirklich absperren. Oftmals hängt dann die Wasserleitung zum Garten an anderen Leitungen, so dass man gleich mehrere Hähne absperrt, wenn man das entsprechende Ventil zudreht. Nun möchte man aber nicht, dass ein jeder in seinem Garten den Wasserhahn aufdrehen kann, schon gar nicht, wenn man mal eine Woche in Urlaub ist. Fehlt nun ein Absperrventil speziell für die Wasserleitung in den Garten, dann sollte wenigstens der Wasserhahn selbst abschließbar sein. Dazu gibt es spezielle Konstruktionen mit abschließbaren Griffen.

Platz für Gartenmöbel-Polster

Egal ob man einen Balkon, eine Terrasse oder gar einen großen Garten hat, um seine Außenflächen zu genießen braucht man Gartenmöbel, und seien es nur 2 Stühle und ein kleines Tischchen. Wer eine große Terrasse mit Garten hat stellt gerne einen großen Tisch, eine Bank, mehrere Stühle und vielleicht sogar noch einen Liegestuhl auf. Und damit alles schön bequem ist gehören natürlich Polster auf die Gartenmöbel.

Polster für Stühle, Bänke und Liegen nehmen jedoch ganz schön viel Platz weg. Stapelt man die Polster für eine Gartenmöbelkollektion aufeinander so ergibt sich schnell ein Stapel von einem halben bis einem ganzen Meter Höhe bei ca. 1,50 Metern Breite. Wohin aber mit dem Zeugs wenn es Nacht wird oder wenn der Winter kommt? Wer denkt schon beim Kauf von Gartenmöbeln darüber nach, wo nachts die Polster gelagert werden? Wer denkt schon beim Wohnungskauf oder beim Bau eines Hauses darüber nach?

Fakt ist, dass die Polster eine ganz ordentliche Menge Platz brauchen. Und Fakt ist, dass die Polster morgens, wenn im Sommer die Sonne aufgeht, griffbereit sein sollten, also nicht irgendwo im Keller oder unter dem Dach liegen sollten. Glücklich ist derjenige, der direkt im Wohnzimmer hinter oder unter dem Sofa genügend Platz hat, um alles einfach schnell reinzuschieben, aber oftmals liegen die Teile abends nur im Weg herum. Wenn man es irgendwie einrichten kann, dann ist eine kleine Abstellkammer oder eine Nische in der Wohnung die beste Lösung zum Stapeln der Polster. Auch ein großes Gartenhäuschen ist natürlich eine sehr gute Lösung. Es gibt auch Aufbewahrungsboxen, die man im Freien stehen lassen kann; dazu braucht man aber entsprechenden Platz im Garten oder auf der Terrasse. Solche Aufbewahrungsboxen bringen natürlich nur etwas, wenn sie auch 100% wasserdicht sind und so gut verschlossen sind, dass sich im Innern keine Kleintierwelt entwickelt.

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