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Die Entstehung von HTML

Unter den Millionen von Leuten, die täglich durch das Internet surfen, eine Seite nach der anderen nach Informationen und Unterhaltung durchstöbern, sich vom einen oder anderen tollen Effekt beeindrucken lassen, haben viele noch nicht den geringsten Gedanken über die Technik, die hinter dem Ganzen steckt, verschwendet. Warum auch? Schließlich ist das Internet mit den modernen, hoch komfortablen Browsern doch dazu da, dass jedermann ins Internet kann, egal ob er ein kleines Computergenie oder im tiefsten Innern doch ein Computerhasser ist.

Für einen Großteil der Internet-Gemeinde hört das Wissen bei Begriffen wie Internet, Provider oder Browser auf. Manch einer hat sogar schon mit komfortablen Programmen, die ähnlich leicht wie Word zu bedienen sind, eine eigene Homepage erstellt, ohne genau zu wissen, was im Hintergrund eigentlich abläuft. Derjenige kennt dann aber schon Begriffe wie FTP oder Server. Viele haben auch schon mitbekommen, dass Internet-Seiten in der Seitenbeschreibungssprache HTML geschrieben sind, machen aber um diese Sprache einen großen Bogen, da HTML für etwas äußerst Kompliziertes gehalten wird, mit dem nur Computerprofis umgehen können.

Ziel dieser Seite ist es nun, solchen Leuten HTML etwas näher zu bringen und klarzumachen, dass HTML alles andere als ein Hexenwerk ist. Auch möchte ich fortgeschrittenen HTML-Anwendern etwas über die Historie und den eigentlichen Zweck der Seitenbeschreibungssprache erzählen, so dass man kompliziertere HTML-Ergänzungen wie JavaScript, CSS oder DHTML besser verstehen, einordnen und einsetzen kann.

Die Anfänge des Internets

Um zu verstehen, was und wozu HTML geschaffen wurde, möchte ich kurz in die Vergangenheit springen, nämlich ans Ende der 80er Jahre bzw. zum Anfang der 90er Jahre. Zu jener Zeit war es eine absolute Sensation, wenn man mittels Akustikkoppler (das waren Teile, die man auf den Telefonhörer schraubte; Modems für den Privatmann kamen erst später) irgendeinen Text von irgendeinem Ort der Welt auf seinen eigenen Computer holte. In jener Zeit entstand das Internet, wie wir es heute kennen.

Die Ursprünge des Internets reichen bis in die 60er bzw. 70er Jahre zurück, als das amerikanische Militär einen Weg suchte, Daten auf verschiedenen Rechnern miteinander zu synchronisieren. Die Ursprünge unseres Internets, wie wir es heute kennen, datieren jedoch eher in den 80er Jahren, als Wissenschaftler an verschiedenen Universitäten einen Weg suchten, Daten untereinander auszutauschen. Das Internet wurde also als Mittel zum Informationsaustausch und zur Informationssuche geschaffen.

Heute gibt es auf meiner Homepage eine Seite mit Informationen zum Thema Geld Anlegen. Im Jahre 1990, als es noch keine Webbrowser gab, wie wir sie heute alle selbstverständlich benutzen, hätte ich dieselben Informationen auch übers Internet zur Verfügung stellen können, allerdings in viel einfacherer Form (Ausschnitt aus der heutigen Seite).

Informationen wurden in Form von einfachen ASCII-Dateien weitergereicht. Farben spielten noch keine Rolle, Überschriften wurden mit Trennstrichen hervorgehoben, Aufzählungen wurden ebenfalls mit Trennstrichen markiert und Tabellen wurden mit Leerzeichen ganz schlicht dargestellt. Da es sich um reine Textinformationen handelte, gab es noch keine Bilder und Grafiken als zusätzliche Informationsquelle oder bloße Verzierung.

Die Darstellung von Informationen in simpler Textform stellte sich jedoch für Wissenschaftler als starke Einschränkung heraus, leben doch wissenschaftliche Dokumente im Wesentlichen auch von Grafiken, Gliederungen und vor allem von Verweisen auf andere wissenschaftliche Dokumente. Die Entwicklung von HTML und des ersten Webbrowsers hatte demnach im Wesentlichen das Ziel, Informationen bestehend aus formatiertem Text mit Grafiken und Hyperlinks jedermann zugänglich zu machen, unabhängig vom verwendeten Rechner.

Das Problem der unterschiedlichen Rechner

Wer heute an seinem PC mit Word ein Dokument erstellt, kann dieses Dokument auch mit Word auf einem Apple-Computer lesen. Problematisch wird es jedoch auf einer Unix-Workstation, wo kein Word zur Verfügung steht. Anfang der 90er Jahre war es eine große Aufgabe (und ist es heute immer noch), eine Methode zu erfinden, mit der Dokumente auf beliebigen Rechnern dargestellt werden können. Damals handelte es sich um völlig verschiedene Rechner wie Atari, Commodore, PC, Apple oder verschiedene Unix-Geräte. Heute erweitert sich das Problem eher von normalen PCs auf Pocketcomputer oder Handys.

Die Lösung für dieses Problem besteht in einer Trennung von Seiteninhalt und Seitendarstellung. HTML (HyperText Markup Language) wurde als Auszeichnungssprache (Markup Language) erfunden, die nur die Gliederung des Textes einer Seite beschreibt, nicht jedoch, wie die Seite letztendlich dargestellt wird. Diese Aufgabe wurde dem Webbrowser auf dem jeweiligen Computer übertragen. Außerdem ermöglicht sie, Verweise zu anderen Seiten aufzunehmen, sogenannte Hyperlinks.

Was ist nun HTML?

HTML ist eine Seitenbeschreibungssprache, die den auf einer Seite enthaltenen Text gliedert bzw. beschreibt. Was bedeutet dies? Kommen wir zu dem einfachen Beispiel zurück, das in bloßer Textform eine Menge Information bereitstellt. Aufgabe von HTML ist es nun, den Text in seine Bestandteile zu gliedern. Wie gliedert man einen Text mit einfachen Worten?

Die erste Zeile Geld gut anlegen ist die Hauptüberschrift. Danach kommt ein einfach Absatz gefolgt von der Unterüberschrift Kostenloses Girokonto. Es folgen zwei weitere Absätze. Dann kommt eine Aufzählung mit 6 Punkten, also eine Liste. Es folgt ein neues Unterkapitel und ein Textabsatz. Dann kommt eine Tabelle mit 4 Zeilen und 5 Spalten, also 20 Tabellenelementen. Es folgt wieder ein Textabsatz, noch eine Unterüberschrift sowie ein weiterer Textabsatz.

Damit ist diese Seite beschrieben bzw. ausgezeichnet. HTML macht nun nichts anderes als die oben in Worten gefasste Gliederung mit Abkürzungen (sogenannte Tags) zu beschreiben. So wird eine Hauptüberschrift mit dem Tag <h1> (engl. Head 1), eine Unterüberschrift mit dem Tag <h2> (engl. Head 2) beschrieben. Ein Text wird mit dem Tag <p> (engl. Paragraph) markiert. Eine Liste wird mit dem Tag <li> (engl. List), eine Tabelle mit dem Tag <table> markiert.

Damit ist ein Text gegliedert. Es wurde jedoch an keiner Stelle gesagt, wie eine Hauptüberschrift oder eine Liste aussieht. Genau dies soll HTML nicht machen; dies ist Sache des jeweiligen Browsers. Der Browser hebt die Hauptüberschrift gut vom normalen Text ab, indem er diese zum Beispiel doppelt so groß und fett macht. Auf einem WAP-Handy wird die Hauptüberschrift vielleicht dadurch hervorgehoben, dass sie in Großbuchstaben dargestellt wird. Also: HTML sagt zwar, welcher Teil des Textes die Hauptüberschrift ist, jedoch nicht, wie diese Hauptüberschrift letztendlich auszusehen hat.

HTML-Dokumente Mitte der 90er Jahre

Kommen wir zurück auf das Beispiel mit den Informationen zum Thema Geld Anlegen. Wenn ich aus dem einfachen Textdokument nun ein HTML-Dokument mache, sieht das Ganze schon viel ansprechender aus: Die Überschriften werden deutlich abgehoben, die Aufzählung ist schön als Liste mit runden Bullets erkennbar, die Tabelle hat Gitternetzlinien, Links sind farblich gekennzeichnet und sogar ein kleines Bildchen wurde mit aufgenommen.

So oder so ähnlich sahen die ersten Internet-Seiten, die in HTML erstellt wurden, aus. Das Ziel, Texte sinnvoll zu gliedern, bestimmte Teile hervorzuheben, Bilder mitaufzunehmen, Links zu anderen Dokumenten einzurichten, und all das unabhängig vom verwendeten Rechner, war erreicht und das Internet, wie wir es heute kennen, war geboren.

Allerdings erscheint die HTML-Seite noch lange nicht so, wie wir es heutzutage im Internet gewöhnt sind. Es fehlen die Farben, bunte Hintergründe, besondere Schriftarten, auffällige Hyperlinks, Formulare, animierte Effekte und und und...

Doch bevor ich nun weiter auf Schmuck und Effekte eingehe, möchte ich zuerst das eigentliche HTML vertiefen um meiner Aufgabenstellung gerecht zu werden, nämlich klar zu machen, wie einfach HTML doch wirklich ist.

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